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Fremdsprachen - Das Tor zur Welt

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Verflechtung mit dem Ausland laufend zugenommen. Die Verständigung über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg verlangt nach ausgezeichneten Kommunikationskompetenzen. Fremdsprachen werden zu einem Schlüsselfaktor für den beruflichen Erfolg.

Schlüssel zum Erfolg

Die Sprache ist das Mittel, um sich anderen mitzuteilen und Brücken zu schlagen. Die richtigen Worte tragen zum Geschäftserfolg bei, denn Wirtschaften heisst immer auch kommunizieren. Wer die Sprache seines Businesspartners nicht beherrscht, dem fehlen viele Möglichkeiten, den Austausch mit seinem Gegenüber zu fördern. Um international tätig zu sein, gehört zumindest Englisch zur Grundvoraussetzung. Rund 340 Millionen Menschen sprechen Englisch als Muttersprache. Noch höher im Kurs steht, wer eine zweite Fremdsprache beherrscht.

Weltsprachen und Wachstumsmärkte

Eine wichtige Rolle kommt Spanisch zu. Weltweit dient es rund 400 Millionen Menschen als Muttersprache, auch in den aufkommenden Märkten Mittel- und Südamerikas. China spielt wirtschaftlich bereits heute eine wichtige Rolle und wird daher auch sprachlich an Einfluss gewinnen. Bisher wird aber von westlichen Managern noch nicht verlangt, dass sie auch in Chinesisch verhandlungssicher sind. Aus europäischer Sicht sind zudem die Wachstumsmärkte in Osteuropa und damit die slawischen Sprachen von Interesse. In der Schweiz sind – neben Deutsch und Englisch – vor allem Französisch und teilweise auch Italienisch gefragt.

Sprachkenntnisse einschätzen

Das europäische Sprachenportfolio erlaubt es, die eigenen Sprachkenntnisse besser einzuschätzen. Auf drei Ebenen unterscheidet es zwischen sechs Kompetenzstufen. Die erste beinhaltet das Verstehen und Verwenden einfacher Sätze im Alltag, sofern die Gesprächspartner langsam reden und bei der Verständigung helfen. Die höchste Stufe erlaubt es hingegen, anspruchsvolle Texte zu verstehen und sich spontan und fliessend auszudrücken. Viele Sprachdiplome orientieren sich an dieser Unterteilung und belegen – beispielsweise bei einer Bewerbung – die eigenen Sprachkenntnisse.

Sprachdiplome

Die University of Cambridge führt Englischzertifikate auf verschiedenen Niveaus: Der PET (Preliminary English Test) richtet sich eher an Einsteiger, während das FCE (First Certificate in English) gute, das CAE (Certificate in Advanced English) fortgeschrittene und das CPE (Certificate of Proficiency) Englischkenntnisse auf höchstem Niveau bestätigen. Wer sich speziell für das Geschäftsleben rüsten möchte, findet in den BEC (Business English Certificates) entsprechende Zertifikate. Im Französischen haben sich das DELF (Diplôme d'Etudes en Langue Française) und das DALF (Diplôme Approfondi en Langue Française) etabliert. Das CCIP (Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris) bietet Diplome mit Schwerpunkt auf der Handelssprache an.

Sprachschulen und Sprachaufenthalte

Die Orientierung im Dschungel der Sprachschulen fällt nicht leicht. In der Schweiz gibt es mit „eduQua“ ein Qualitätssiegel für Bildungsinstitute, das auch an Sprachschulen vergeben wird. Ein Blick auf den Stundenplan liefert weitere Anhaltspunkte: In Sprachkursen sollte möglichst viel gesprochen und weniger Grammatik gepaukt werden. Diese kann genau so gut auch in Einzelarbeit erworben werden. Bevor Sie in einen Kurs einsteigen, sollten Sie Ihre bisherigen Sprachkenntnisse vom Anbieter überprüfen lassen, so dass sie Ihrem Niveau entsprechend unterrichtet werden. Eventuell dürfen Sie sogar eine Probelektion absolvieren oder können mit ehemaligen oder aktiven Schülern über deren Erfahrungen diskutieren. Am besten lernt man eine Sprache natürlich dort, wo sie nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Alltag gesprochen wird. Wer die Möglichkeit zu einem Auslandeinsatz hat, kann damit nicht nur seine Sprachkompetenz erweitern. Das Kennenlernen von neuen Menschen und deren Kultur ist eine lohnenswerte Bereicherung.

Selbststudium

Nicht nur bei den Sprachschulen, auch im Bereich der Lernmittel hat sich ein grosser Markt entwickelt. Das Selbststudium eignet sich vor allem dazu, die grammatikalischen Grundlagen zu erarbeiten und den eigenen Wortschatz zu erweitern. Das Sprechen kann mittels Audio-CDs zwar geübt werden. Gespräche kommen aber im Selbststudium oft zu kurz. Hier eignen sich beispielsweise Lerntandems, in denen man sich gegenseitig eine neue Sprache beibringt. Als Ergänzung lohnt es sich in jedem Fall, regelmässig fremdsprachige Zeitungen zu lesen, TV-Sendungen anzuschauen oder spezielle Podcasts zu hören.

Weitere Informationen:

Sprachdiplome der University of Cambridge
www.cambridgeesol.ch

Sprachdiplome in Französisch DELF/DALF
www.delfdalf.ch